Mitgliederversammlung vom 24. August 2020

Die Traktandenliste war kurz, ebenso die Dauer der Versammlung. Als Wiedereintritt wurde Oliver Dütschler als neues Mitglied von der Versammlung aufgenommen. Ihren Austritt haben Dominik Meienberg sowie Hans Hugentobler (Mitglied seit 1967) gegeben. Sportpress-bern.ch hat nunmehr 129 Mitglieder, darunter 10 Passivmitglieder.
In den kommenden Wochen findet wiederum eine Durchleuchtungsaktion statt, in der ermittelt wird, wer weiterhin Anrecht auf den Presseausweis für die nächsten zwei Jahre hat. Danach werden im vierten Quartal die Rechnungen für die Jahre 2021/2022 verschickt.
Sektions-Präsident Alex Wäfler berichtet über die Situation im Dachverband. Von den acht Mitgliedern haben deren vier die Demission auf die Hauptversammlung von Ende Oktober in Neuenburg eingereicht. Neue Vorstandsmitglieder konnten bislang noch keine gefunden werden.
Sektions-Sekretär Sandro Mühlebach zeigt auf, wie es bei KEYSTONE-SDA-ATS während des Lockdowns zu und her ging und wie sich die Situation derzeit präsentiert. Bei einigen Keystone-Kunden wurde der Sportbereich in besagter Phase fast ganz heruntergefahren. Mangels Sportaktualitäten mussten neue Ideen kreiert werden, um die Kunden beliefern zu können. Auch er geht davon aus, dass das Schlimmste noch nicht überstanden ist, und gewisse Kunden bei den jährlichen Vertragsverhandlungen den Lockdown und das geringere Sportprogramm als Verhandlungsgegenstand einsetzen werden.
Vorstandsmitglieder Lori Schüpbach erläuterte, dass er als Herausgeber eines relativ kleinen Magazins froh war, dass seine treue Inserenten stark mit der Nautik verbunden seien und bei der Stange geblieben sind. Hingegen fehlen die Spontanschaltungen von nationalen Grosskonzernen, welche ihr Werbebudget umgehend dem Lockdown angepasst haben.

dkt

Boccia – wenn das blosse Auge nicht mehr ausreicht

Traditionsgemäss findet die herbstliche Mitgliederversammlung jeweils auf der Anlage des Boccia-Clubs Neufeld statt. Ob die stattliche Anzahl Teilnehmer von 15 (trotz Corona) auf die danach servierte Fleischplatte oder auf das „Chügele“ zurückzuführen ist, konnte nicht erhärtet werden. Gespielt wurde in zwei Dreier-Gruppen, eingeteilt nach alphabetisch nach dem Erstgenannten. Das Ziel war klar: Die Corona-Regeln auch im Spiel einzuhalten. Einige dachten, dies gelte auch für die Kugeln. Nur so lässt sich erklären, dass es Partien gab, bei denen der „Ballino“ weit weg von den gespielten Kugeln lag.
In der nach Papierform stärkeren Gruppe Rot resultierte für jedes Team ein Sieg und eine Niederlage, so dass das Skoreverhältnis über die Rangierung entscheiden musste. +1, 0, -1, so lautete die mathematische Auswertung, so dass letztendlich eine einzige Kugel über Final oder Klassierungsspiel um den letzten Rang entschied.
Einfacher war es in der Gruppe Blau. Hier waren die Machtverhältnisse klar geregelt.

Der Final – eine klare Sache
In den Finalspielen waren die Machtverhältnisse klar verteilt. Das Fotografen-Duo Duo Käsermann/Förster nutzte den optischen Vorteil des geschulten Auges und bodigte die zuvor unbezwungenen Schreiberlinge
Schär/Mühlebach diskussionslos mit 7:1. Der kleine Final endete in rekordverdächtigen drei Games. Dann triumphierten Rizzo/Wäfler über die überforderten Oberländer Dietrich/Küenzi.
Im Klassierungsspiel zeigten die Altmeister Blatter/Füri nochmals ihre wahre Stärke und liessen den Newcomers Roos/Schori keine Chance und setzten ein 7:0.

Einzelfinal – trotz Viererhaus verloren
Im Einzelturnier, welches sich coronabedingt auf die Finalpartie Max Füri – Daniel Küenzi beschränkte, lag der stets konzentrierte und ruhige Füri mit 3:1 in Führung. Dann glückte Küenzi – keiner weiss wie – ein Viererhaus, so dass dieser mit 5:3 zwei Punkte vor dem Sieg lag. Doch Füri – der ruhige – blieb cool, glich aus und holte sich mit einem „Doppler“ verdient noch den 7:5-Turniersieg.
Auf eine Medaillenübergabe wurde coronabedingt verzichtet, dafür wurde nochmals in die von Gastgeber Pesche zubereiteten Fleisch- und Käseplatten nochmals kräftig zugegriffen. dkt

Gruppe Rot: Käsermann/Förster – Blatter/Füri 4:7. Dietrich/Küenzi – Käsermann/Förster 3:7. Dietrich/Küenzi – Blatter/Füri 7:3.
Schlussrangliste: 1. Daniel Käsermann/Markus Förster 1 (11:10). 2. Walter Dietrich/Daniel Küenzi 1 (10:10). 3. Andreas Blatter/Max Füri 1(10:11.

Gruppe Blau: Roos/Schori – Rizzo/Wäfler 0:7. Schär/Mühlebach – Roos/Schori 7:4. Schär/Mühlebach – Rizzo/Wäfler 7:3.
Schlussrangliste: 1. Adrian Schär/Sandro Mühlebach 2 (14:7). 2. Luigi Rizzo/Alexander Wäfler 1 (10:7). 3. Hanspeter Roos/Stephan Schori 0 (4:14).

Finalspiel:
Final: Käsermann/Förster – Schär/Mühlebach 7:1.
Kleiner Final: Rizzo/Wäfler – Dietrich /Küenzi 7:0.
Platzierungsspiel: Blatter/Füri – Roos/Schori 7:0.

Rangliste: 1. Käsermann/Förster. 2. Schär/Mühlebach. 3. Rizzo/Wäfler. 4. Dietrich/Küenzi. 5. Blatter/Füri. 6. Roos/Schori.

Jahresbericht 2019 des Präsidenten

Liebe Kolleginnen und Kollegen

2019 gewann die Bernerin Leichtathletin Mujinga Kambundji WM-Bronze, und der Seeländer Christian Stucki krönte sich zum Schwingerkönig. 2019 war aber auch das Jahr, in dem zum erst dritten Mal die Schweizermeister im Fussball (Young Boys) und im Eishockey (SC Bern) aus der gleichen Stadt kommen. Und es war auch das Jahr, in dem noch viel mehr Berner Sportlerinnen und Sportler Erfolge feierten und für Aufsehen sorgten.

Etwas weniger aufregend als die Leistungsausweise unserer Berner Athletinnen und Athleten liest sich der Jahresbericht der Sektion Bern von sportpress.ch. Nichtsdestotrotz gebe ich euch in den folgenden Zeilen gerne einen kurzen Überblick über das Jahr 2019 aus Sicht von sportpress Bern:

Vorstand
Der Vorstand hat sich 2019 zu fünf Sitzungen getroffen. Die jeweils in der Zusammensetzung:
– Daniel Küenzi (Finanzen)
– Sandro Mühlebach (Sekretär)
– Lori Schüpbach (Beisitzer)
– Alexander Wäfler (Präsident)

Der Vorstand ist in dieser Besetzung erfahren und mit den Aufgaben vertraut. Dennoch haben die Vorstandsmitglieder festgestellt, dass ein, zwei neue Gesichter dem Vorstand von sportpress Bern guttäten. Nicht zuletzt im Hinblick auf die kurz- und mittelfristige Zukunft der Sektion. Der Vorstand wird sich dem Thema in den kommenden zwölf Monaten verstärkt widmen. Mitglieder, die an der Mitarbeit im Vorstand interessiert sind, dürfen sich gerne von sich aus melden.

Mitglieder
Die Sektion Bern von sportpress.ch hatte Ende 2019 131 Mitglieder. Damit war die Mitgliederzahl im Vergleich zu den Vorjahren stabil. Mit Markus Jutzi ist im vergangenen Jahr leider ein langjähriges Mitglied der Sektion (Eintritt 1980) nach langer Krankheit im Alter von 65 Jahren verstorben. Die Sektion wird Markus Jutzi an der Hauptversammlung noch einmal mit einer Schweigeminute gedenken und dem Verstorbenen auch in Zukunft ein ehrendes Andenken bewahren.

Finanzen
Die Finanzen von sportpress Bern sind stabil. Die Rechnung des vergangenen Jahrs schliesst sogar mit einem kleinen Gewinn. Die solide Finanzlage hängt in erster Linie mit der hohen Mitgliederzahl und dem ökonomischen Umgang des Vorstands mit den finanziellen Mitteln zusammen. Finanzchef Daniel Küenzi präsentiert die detaillierte Jahresrechnung 2019 im Rahmen der Hauptversammlung am 27. Januar 2020.

Anlässe
sportpress Bern führte im August 2019 die Mitgliederversammlung mit anschliessendem Bocciaturnier durch. Auch in Bezug auf Aktivitäten ist der Vorstand offen für Ideen und Vorschläge der Mitglieder.

Seitens des Dachverbands sportpress.ch ist erwähnenswert, dass 2019 der Grundkurs für Sportjournalisten nach einem Jahr Pause wieder durchgeführt werden konnte. Unter der Leitung von Thomas von Grünigen lernten die zukünftigen Sportjournalisten und Sportfotografen an drei Tagen Ende November in diversen Inputs und Workshops, was alles zum Beruf gehört. Der Vorstand von sportpress Bern stellte mit Sandro Mühlebach und Alexander Wäfler zwei Referenten im Rahmen dieses Grundkurses.

Als Teil des Grundkurses fand auch der Themenmorgen von sportpress.ch statt. Unter dem Motto «Der Journalist, das unerwünschte Wesen» bestritten Matthias Hüppi (Präsident FC St. Gallen), Georg Heitz (ex-Sportchef FC Basel) und Ueli Kägi (Ressortleiter Sport Tamedia) eine spannende Diskussion, die einen Einblick gab in das Verhältnis zwischen Fussballklubs und Medienschaffenden. Moderiert wurde die Diskussion von unserer Präsidentin Janine Geigele.

sportpress.ch führte zudem im Radiostudio Bern und mit einer kleinen finanziellen Unterstützung von sportpress Bern einen Weiterbildungsmorgen für Radiojournalisten durch. Geleitet wurde diese Weiterbildung von Adi Wicky, Radiojournalist SRF.

Bern, 22. Januar 2020

Alexander Wäfler
Präsident sportpress Bern

Zwei Neuaufnahmen an der HV

Ist es jeweils der Hunger? Oder ist es das Plangen auf das Jassturnier? Jedenfalls führte Präsident Alex Wäfler schon fast traditionell speditiv durch die diesjährige Hauptversammlung in der Berner PostFinance-Arena. Die 19 anwesenden Mitglieder stimmten allen statuarischen Geschäften einstimmig zu. Die Jahresrechnung schloss mit einem positiven Ergebnis ab. Der vierköpfige Vorstand mit Präsident Wäfler sowie den Mitgliedern Daniel Küenzi (Finanzen), Sandro Mühlebach (Sekretär) und Lori Schüpbach wurde für ein weiteres Jahr gewählt.

Mit Marco Spycher und Jean-Claude Chéhab nahm die Versammlung zwei neue Mitglieder auf. Neu sind 131 Mitglieder (davon 11 Passive) in der Berner Sektion der Vereinigung Schweizer Sportjournalisten registriert. Leider musste sportpress-Bern im abgelaufenen Jahr den Tod seines langjährigen Mitglieds Markus Jutzi zur Kenntnis nehmen. Die Versammlung gedachte Markus mit einer Schweigeminute.

In seinem Jahresbericht strich Wäfler die herausragenden Leistungen der Berner Sportlerinnen und Sportler hervor: Er erwähnte insbesondere die Leichtathletin Mujinga Kambundji (WM-Bronze über 200 m) und Schwingerkönig Christian Stucki, die beide auch als Schweizer Sportler des Jahres ausgezeichnet wurden, sowie den BSC Young Boys und den SC Bern, die den Schweizer Meistertitel im Fussball und Eishockey in die Hauptstadt holten.

Nach dem offiziellen Teil liessen sich die Mitglieder vom Gastro-Team der PostFinance-Arena einen herrlichen Imbiss servieren, ehe mit dem traditionellen Jassturnier der eigentliche Höhepunkt im Programm stand. (smh)

Käsermann wie schon 2017

Wie bereits 2017 heisst der Sieger des traditionellen Jassturniers von sportpress-Bern Daniel Käsermann. Hoch überlegen und ohne einen einzigen Aussetzer in den drei Runden setzte sich der Fotograf aus Worben mit 47 Punkten durch. Platz 2 hinter dem neuen Jassmeister sicherte sich der ehemalige Präsident Peter Berger mit 120 Punkten, Dritter wurde Routinier Max Füri (134 Punkte). Das Trio verwies die Vorstandsmitglieder Daniel Künzi und Alexander Wäfler klar auf die nachfolgenden Plätze.

In Abwesenheit von Vorjahressieger Hans-Ueli Schaad lag Käsermann bereits nach der ersten Runde in Führung. Als Einziger vermochte ihm Peter Berger einigermassen zu folgen. Die Entscheidung fiel im dritten und letzten Umgang, als Käsermann mit 6 Punkten seine beste Runde zeigte, Berger aber 67 Zähler einfing. (smh)

Rangliste Jassturnier 2020: 1. Daniel Käsermann 47 Punkte. 2. Peter Berger 120. 3. Max Füri 134. 4. Daniel Küenzi 151. 5. Alexander Wäfler 153. 6. Stephan Dietrich 156. 7. Sandro Mühlebach 166. 8. Moritz Marthaler 184. – 8 Teilnehmer.

Statistik. Die letzten Sieger: 2020: Daniel Käsermann. – 2019: Hans-Ueli Schaad. – 2018: Klaus Burkhardt. – 2017: Daniel Käsermann. – 2016: Sandro Mühlebach. – 2015: Jürg Jungi. – 2014: Sandro Mühlebach. – 2013: René Hug. – 2012: Urs Bretscher. – 2011: unbekannt. – 2010: Klaus Burkhardt. – 2009: Albi Staudenmann. – 2008: Pierre Benoit. – 2007: Fred Ernst. – 2006: Peter Berger.

Curlingplausch & HV

Einladung zur Mitgliederversammlung

Jahresbericht des Präsidenten

Bern im Januar 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Gewusst haben wir es ja schon immer: Bern ist ein Sportkanton! Es gibt dafür auch eine beeindruckende Zahl, die diese Aussage unterstreicht: Zwischen September 2017 und August 2018 standen 62 Sportlerinnen und Sportler mit Wohnort oder Vereinszugehörigkeit im Kanton Bern auf dem Podest bei Olympischen Spielen oder bei Welt- und Europameisterschaften. Dabei stechen einige besonders hervor, die aus Bern stammen, hier spielen oder leben: Skifahrer Beat Feuz, der an den Olympischen Spielen in PyeongChang Silber und Bronze gewann, Jenny Perret, die Olympiasilber im Curling holte, Sprinterin Mujinga Kambundji, Bronzemedaillengewinnerin an der Hallen-WM, und die sieben Berner Spieler des WM-Silberteams im Eishockey (Leonardo Genoni, Gaëtan Haas, Tristan Scherwey, Roman Josi, Ramon Untersander, Simon Moser und Joël Vermin). Dank den Meistertiteln von Wacker Thun im Handball und der Young Boys im Fussball avancierte das ohnehin schon tolle Sportjahr 2018 zu einem grandiosen. Vor allem der Erfolg der Young Boys gab zu reden und zu feiern. Der erste Meistertitel des Klubs nach 32 Jahren löste unglaubliche Emotionen aus, denen man sich in Bern während Wochen praktisch nicht entziehen konnte. Aktuell spricht vieles dafür, dass wir uns im kommenden Sommer auf weitere Feierlichkeiten mit YB freuen können.

Nicht zuletzt diese Erfolge machen es so spannend, die Berner Sportlerinnen und Sportler journalistisch begleiten zu dürfen, und es ist – ich habe das auch schon an anderer Stelle erwähnt – ein Privileg, dass so viele Einzel- und Mannschaftssportler aus unserem Kanton stammen oder hier tätig sind. Es macht unseren Beruf noch interessanter und vielseitiger, als er es ohnehin schon ist. Auf den ersten Blick erstaunt es daher, werden Journalisten heute oft mitleidig angeschaut, wenn sie von ihrem Beruf erzählen. Doch die Leute wissen um die fortschreitende Konzentration in der Schweizer Medienlandschaft und wie schwierig für die Journalisten zunehmend wird, die eigenen Ansprüche und jene der Leser mit jenen der Verlagshäuser zu verbinden, die verzweifelt versuchen, wegbrechende Inserateeinnahmen mittels Einsparungen und Diversifizierungen wie Onlineplattformen usw. aufzufangen. Dass heute rund 70 Prozent aller Online-Werbeeinnahmen an Google und Facebook fliessen, ist eine unglaubliche und für die Verlage existenzbedrohende Zahl.

Einzelne Lichtblicke in einem schwierigen Umfeld
Es sieht nicht danach aus, als ob sich daran etwas ändert und die guten alten Zeiten im Journalismus zurückkehren. Das hängt sicher auch mit einem veränderten Leseverhalten zusammen. In einer Diskussion habe ich kürzlich erfahren, dass rund ein Drittel keine klassischen Medien mehr liest, sondern die News allenfalls noch über die eigenen Social-Media-Kanäle konsumiert. Ich finde diese Entwicklung zwar schade, kann sie bis zu einem gewissen Grad aber auch nachvollziehen. Man hat viel zu tun mit Familie und Beruf – da fragt man sich schon, ob man tatsächlich die x-te Analyse eines Tweets von Donald Trump lesen soll, im Wissen, dass sich diese bis zum Ende der Lektüre bereits überholt hat, und der Mann in Washington die Medienschaffenden mit einem weiteren Tweet erneut vor sich hertreibt. Wenig Zuversicht verbreitet auch das Medienqualitätsrating 2018 des Vereins Medienqualität Schweiz. Demnach ist das Niveau der Schweizer Medien in den vergangenen Jahren gesunken und wegen des Spardrucks auf den Redaktionen blicken Medienwissenschafter eher pessimistisch in die Zukunft. Es gibt auch unter uns hier in der Sektion Kolleginnen und Kollegen, die uns einiges über diesen Spardruck erzählen können.

Ich möchte jetzt aber nicht nur das Negative herausstreichen, denn es gibt durchaus Lichtblicke. Die Onlinezeitung «Republik» besteht unterdessen seit einem Jahr und hat mit einigen aufsehenerregenden Recherchen auf sich aufmerksam gemacht. Und Ende 2018 veröffentlichte unser Sektionskollege Christof Gertsch zusammen mit einigen Kollegen das vielbeachtete Sportmagazin «N°1». Beiden Projekten gemein ist, dass sie durch das sogenannte Crowdfunding finanziert werden oder wurden. Nach der Projektankündigung fanden sich genügend Interessierte, die mit ihrem finanziellen Engagement mithalfen, eine Idee umzusetzen. Beide Male wurden die Verantwortlichen vom Finanzierungswillen überrascht, und man darf das durchaus so sehen, dass nach wie vor eine breite Nachfrage und ein ansehnlicher Markt für Qualitätsjournalismus besteht. Ich denke, wir allen wünschen uns, dass Innovationsfreude, Genauigkeit und sorgfältige Recherche im (Sport-)Journalismus auch künftig belohnt wird.

Es braucht unser Engagement
Zum Abschluss meines Jahresberichts als Präsident von sportpress Bern möchte ich kurz auf unsere Sektion eingehen: Wir haben ein stabiles Jahr hinter uns. Das zeigt ein Blick in die Bilanz und auf die Mitgliederzahl. Mit 121 Mitgliedern stellen wir hinter Zürich die zweitgrösste Sektion von sportpress.ch. Nicht bei allen Sektionen sind die Mitgliederzahlen so konstant. Das zeigte sich an der Präsidentenversammlung von sportpress.ch im vergangenen November, als drei Sektionen einen Antrag einreichten, wonach zu prüfen sei, ob Fusionen zwischen Sektionen künftig unkomplizierter durchgeführt werden können als bisher. Doch auch wir in Bern sind nicht frei von Strukturproblemen. Die Besucherzahlen an unseren beiden Versammlungen im Sommer (GV) und im Winter (HV) sind dürftig. Es ist zudem ein Makel, dass seit dem Rücktritt meines Vorgängers als Präsident, Peter Berger, kein Journalist aus einem grossen Berner Medienhaus mehr in unserem Vorstand vertreten ist. An beidem wollen wir zusammen mit euch, geschätzte Mitglieder, im kommenden Jahr arbeiten. Schliesslich ist unser Verband einst ja genau deshalb gegründet worden, um die Interessen der Sportjournalisten gegenüber den Verlagen zu vertreten. Dazu brauchen wir jedes einzelne Sektionsmitglied, insbesondere aber jene, die in den verbliebenen, grossen Medienhäusern arbeiten. Wann, wenn nicht jetzt, sollten wir die Kraft unseres Verbandes und unserer Sektion nutzen? Ich bin überzeugt, mit so vielen erfahrenen und engagierten Journalisten verfügen wir über das Gewicht, um uns wenn nötig für den Erhalt der Arbeitsbedingungen stark zu machen. Ich bitte euch, dies zu bedenken, wenn es das nächste Mal um ein Engagement für sportpress geht und danke euch jetzt schon für euren Einsatz.

Beste Grüsse und auf ein spannendes Sportjahr 2019
Alexander Wäfler
Präsident sportpress Bern

Drei neue Mitglieder

Einmal mehr speditiv ging die diesjährige Hauptversammlung von sportpress-Bern.ch im Restaurant „Emmentaler“ in der Berner PostFinance-Arena über die Bühne. In 25 Minuten führte Präsident Alex Wäfler durch die Versammlung, die drei neue Mitglieder in ihrem Kreis aufnahm. Stephan Schori, Franziska Straubhaar und Hanspeter Roos wurden ohne Gegenstimmen in die Vereinigung der Berner Sportjournalisten aufgenommen. Neu gehören 132 Mitglieder (davon 12 Passive) dem Verein an.

Die Jahresrechnung schloss mit einem positiven Ergebnis ab. Der vierköpfige Vorstand mit Präsident Alex Wäfler sowie Daniel Küenzi (Finanzen/Ausweise), Sandro Mühlebach (Sekretär) und Lori Schüpbach (Beisitzer) wurde für ein weiteres Jahr wiedergewählt. In seinem Jahresbericht konnte Alex auf ein herausragendes Berner Sportjahr mit dem Meistertitel der Young Boys als Krönung zurückblicken. Gleichzeitig drückte er auch seine Sorgen über den aktuellen Zustand der Medienbranche aus.

Nach dem Pflichtprogramm servierten uns Chrigu Schlachter und sein Team vom „Emmentaler“ einen feinen Imbiss – die ideale Stärkung für den anschliessenden Höhepunkt des Abends, das Jassturnier.

Hans-Ueli Schaad neuer Jassmeister

Vor einem Jahr hatte er sich noch knapp geschlagen geben und mit dem 2. Rang Vorlieb nehmen müssen. Dieses Jahr hat es mit dem Titel geklappt: Der neue Jasskönig von sportpress-Bern heisst Hans-Ueli Schaad. Mit 59 Punkten setzte er sich relativ deutlich vor Stephan Dietrich (94) und Sandro Mühlebach (108) durch.

Schaad legte bereits in der ersten von vier Runden mit beeindruckenden 3 Punkten vor. Diesen Durchschnitt vermochte er zwar nicht ganz zu halten, dennoch gelang es keinem seiner Konkurrenten mehr, am späteren Sieger vorbei zu ziehen. Zwei Sieganwärter waren gar nicht erst angetreten: Der Vorjahressieger Klaus Burkhardt glänzte durch Abwesenheit und konnte seinen Titel damit nicht verteidigen. Und auch Daniel Käsermann, der Gewinner von 2017, blieb dem Anlass in diesem Jahr fern.

Schwer geschlagen geben mussten sich die „Altherren“ um Jürg Jungi (6.) oder René Hug (8.). Keine Chance auf einen vorderen Platz (überrascht ob dem hohen Niveau?) hatte auch der Gast aus dem Kanton Glarus, Stefan Baumgartner, der als Vorstandsmitglied des Dachverbandes sportpress.ch die Hauptversammlung und das Jassturnier der Berner Sektion beehrte. (smh)

Rangliste Jassturnier 2019: 1. Hans-Ueli Schaad 59 Punkte. 2. Stephan Dietrich 94. 3. Sandro Mühlebach 108. 4. Achim Dähler 110. 5. Daniel Küenzi 133. 6. Jürg Jungi und Peter Berger, je 142. 8. René Hug 163. – 12 Teilnehmer.